Das Namensrecht und seine Tücken

Es gab und gibt immer wieder Diskussionen über das Namensrecht bei der Zwingereintragung.

Sogenannte Registrierungsbüros beanspruchen für sich das Recht, die allein "Seligmachenden" zu sein und irritieren Züchter und Vereine mit Bedrohungen aus dem BGB, wonach entsprechend §12 BGB das Namensrecht greift und demzufolge derjenige, der den Namen seit Anbeginn (wie definiert sich das?) benutzt, auch der Eigentümer ist und alle anderen den Namen nicht verwenden dürfen.
Nachdem zu Recht erhebliche Zweifel an dieser Aussage bestanden, wurde ein sachverständiger Anwalt konsultiert. Auf die Frage nach dem Namensrecht und der angeblichen "Einzigartigkeit eines Zwingernamens" wurde folgende Antwort (wörtliche Wiedergabe aus der eMail vom 3.9.2003) mitgeteilt, die wir Ihnen gerne bekannt geben:
(Beginn des Zitats)
Ihre Anfrage ist leider nicht so leicht zu beantworten. Problematisch ist, ob nach §12 BGB der Zwingername rechtlich geschützt ist mit der Folge, daß von anderen die Unterlassung verlangt werden kann. Gerichtliche Entscheidungen hierzu sind nicht bekannt. Wenn nun jemand denselben Namen für seinen Zwinger verwendet, dürfte es schwer zu entscheiden sein, wem das Recht an diesem Namen zusteht. Allein die Erstverwendung dürfte im Rahmen des §12 BGB keine Rolle spielen.
Um sicher zu sein, daß niemand anderer denselben oder verwechselbar ähnlich lautenden Zwingernamen benutzt, müßte dieser als Marke - gemäß dem Markengesetz - beim Patentamt in München eingetragen werden, wozu es eines entsprechenden kostenpflichtigen Antrages bedarf. Es gibt Züchter, die dort bereits eine Eintragung Ihres Zwingernamens vorgenommen haben und andere Züchter, die einen ähnlich lautenden Namen verwendet haben, abgemahnt haben.
(Ende des Zitats)

Natürlich ist es das Bestreben, einen "einmaligen" Namen zu haben, nur läßt sich das heutzutage nicht realisieren, und schon garnicht bei ähnlich lautenden, und das noch im europäischen oder weltweiten Verbund. Somit muß tatsächlich der Weg zum nationalen Patentamt in München oder zum europäischen Patentamt in Barcelona gegangen werden - mit den entsprechenden Kosten - , um sich abzusichern.
Dies kann und wird keine Aufgabe von Dachorganisationen, Vereinen oder "Registrierungsstellen" sein, denn dies können nur Sie als Züchter selbst in die Wege leiten.

Es hat sich wieder einmal bewiesen, daß nicht alle Aussagen, die man Ihnen zuträgt oder mit denen man Sie zur Aufgabe eines Zwingernamens zwingen will, rechtlichen Bestand haben.
Sollten Ihrerseits weitere Fragen bestehen, verweisen wir Sie auf Anfrage gern an den Rechtsanwalt.